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Neuer Range Rover für Oper und Offroad

Neuer Range Rover für Oper und Offroad

Wolkenschlosswagen (Eins): Der coole Hauch des Snobismus / Neuer Luxus im schnörkelfreien Geländewagen / Erstmals Hybrid und sieben Plätze / E-Version ab 2024 / Preise beginnen bei 120 000 Euro

Bereits beim ersten Auftritt seines neuen, ikonischen Geländewagens demonstriert Range Rover in reduzierter Klarheit die Zukunft der Marke: Coolness mit Manieren. Natürlich werden Luxus, Tradition und absolute Hingabe an alle Fähigkeiten jenseits von Asphalt frisch aufbereitet. Aber die skulpturale Gestalt, Möblierung, Verarbeitung und Design vereinen sich zu einem weltmännischen Statement, das es in dieser Verdichtung noch nie gegeben hat. Der Range Rover ist nach fünfzig Jahren Reifezeit zu einer rollenden Skulptur gediehen, die trotz High-Tech und üppigen Abmessungen der komprimierte Ausdruck eines Stilgefühls tradierter Überlegenheit ist. Der neue, jetzt im Londoner Opera House vor handverlesenem Publikum präsentierte Range Rover ist elitär-automobiles Lebensgefühl auf der Basis einer Ästhetik, die ihre Grundwerte in „Britannia rules the World“, aber im Kleid des Internet-Zeitalters findet. Tradition und Moderne bündeln sich im schnörkelfreien  Design einer mobilen Skulptur, die Range Rover heißt. Die Preise der neuen Baureihe mit mehr als einem halben Dutzend an Motorvarianten, zwei Karosserieversionen mit langem oder kurzem Radstand, mit vier oder fünf Sitzen und – erstmals mit sieben Plätzen –  beginnen bei 121 200 Euro. Zudem haben die Briten angekündigt, neue Formen – stilbewusst-feiner- Individualisierung zu offerieren.

Mit exakten Karosseriedaten und Technikdetails geht der Hersteller noch sparsam um. Termine zur Markteinführung könnten für Anfang 2022 eingeplant sein. Für den Einsatz des durchgehend in Verbindung mit automatischem Getriebe verwendeten Allradantriebs stehen drei Diesel (249/300/350 PS) sowie zwei Benzinmotoren (400 und 530 PS) zur Verfügung. Ihre Typennamen orientieren sich an der Leistung mit D250/D300/D350 sowie P400 und P530; Erstmals arbeiten in den Range Rover-Modellen auch Mild- und Plug-in-Hybrid-Versionen (440 oder 510 PS und WLTP-Reichweiten unter E-Antrieb von rund 100 km) , zudem wird für 2024 eine rein elektrisch betriebene Variante angekündigt. Erste Norm-Verbrauchswerte liegen für die aufgeladenen Dieselvarianten bei 7,6 bis 8,3 Liter für 100 km, die ebenfalls beatmeten Benziner sind mit 10,1 bis 11 Liter und mit 12 bis 12,8 Liter, je 100 km verzeichnet.

Der Auftritt des künftigen Top-Range Rovers folgt der Devise des „Modern Luxury by Design“: Kein Pomp, aber bewusst gestalteter Qualitäten-Charakter, der mit einem kräftigen Hauch von Snobismus den Abstand zu allen anderen Autos definiert. Sichtbare Eleganz und innere Stärke sowie den Duft alten Geldes signalisiert die in der Fünf-Meter-Region angesiedelte und vier Türen plus Heckklappe bereit haltende Karosserie. Trotz ihres faltenfreien und wie aus einem Stück Metall herauspoliert wirkenden Karosseriekörpers sind die Eignung für knirschenden Kies auf Blackwythr Castle und den Staub der Serengeti sowie zur Vorfahrt in Hollywood auf den ersten Blick zu erkennen. Mal sehen, ob sich der neue Land Rover von schmeichelnden Händen streicheln lässt. (wp./Foto Range Rover)

Otto im Volvo

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Tiere im Auto (02): Wie Otto von wo zu uns kam und geblieben ist / Kein einfacher Weg in sein zweites Leben: Der Satz in den Laderaum / Gewöhnung ist alles (Foto etcpp.) Tiere als Beifahrer sind wie Menschen im Auto: Unterhaltsam oder lästig. Mitunter sind sie nötig...

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Mitte November 2021
Eine verstörende Begegnung  mit KHK Sörensen, vom Stau geförderte Beobachtung des Mutes zur Lücke mit einem Biest auf der A9 und die vom Chip-Mangel verwirrend geprägte Zulassungswelt im Oktober haben uns beschäftigt, aber …
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Zwischenruf

Ende Oktober 2021

Ohne Chip kein Hip

Von wp.

Was sich im Automarkt für den August angedeutet hatte, schlägt im September voll ins Kontor: Mangelhafte Vorräte bei Halbleiter-Bauteilen (Chips) lässt deutsche Zulassungszahlen (fast) ins Bodenlose stürzen. Weil ohne diese elektronischen Zauberkreise in neuen Autos (beinahe) nichts mehr geregelt wird, können etliche Marken nur einen Notbetrieb fahren. Die Folgen sind verheerend: Zweistellige Prozent-Rückgänge der Neuzulassungen verhageln Volkswagen und Co. den Herbst 2021. Rote Zahlen bei Neuzulassungen trotz überquellender Auftragsbücher lassen die Marken Volkswagen (Minus 23 Prozent im September-Vergleich zu 2021), BMW (-18,7), Mercedes (fast um die Hälfte), so auch bei Audi (-39) oder Ford (-51) im Regen stehen. Schon werden erste Exemplare mit verminderter Ausstattung gebaut und zum Beispiel innerhalb des weit verzweigten VW-Konzerns werden Chip-Lieferungen an jene Marken (Audi, Porsche, Bentley) weitergeleitet, deren Produkte höhere Erträge abwerfen. Gleichzeitig erschreckten kuriose Statistik-Ergebnisse geplagte Produktionsplaner und Kunden in der Warteschleife: Weil es im September 2021 im Vergleich zum Vorjahr 41 Prozent weniger neue VW Golf zur Zulassung geschafft hatten, stromerte der Tesla Model 3 mit einer Steigerung um 146 Prozent auf den zweiten Rang der Zulassungsliste. Einige Modelle machten überraschend Boden gut, offenbar konnten ihre Anbieter auf Vorräte zurückgreifen. Oder sie kamen aus Fernost (Hyundai/Kia) und Toyota/Suzuki: die Zulassungsstatistik September 2021 – ein Dokument des Schreckens. E-Autos erlebten dennoch ihr bisher bestes Januar-September-Ergebnis, fast 240 000 Batterie-Exemplare schnurrten los. Die Verbrenner-Vergleichszahl liegt bei über zwei Millionen, mit einem Rückgang von 1,2 Prozent. (wp.)