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Koreanisches Strom-Bodybuilding mit Kia EV6

Koreanisches Strom-Bodybuilding mit Kia EV6

Elektrisches Ausrufezeichen von Kia / Schnelles Laden und bis zu 260 km/h / Beim Händler in der zweiten Jahreshälfte

Kia, die progressivere Marke im koreanischen Hyundai/Kia-Konzern setzt nun auch im Strom-Land wuchtige Zeichen: Noch vor der Markteinführung (voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2021, zu vermutlich Preisen jenseits der bisher üblichen Kia-Tarife) sorgen die Koreaner mit ihrem neuen Kia EV6 für einen Paukenschlag. Insider-Angaben zufolge könnten die Basisvarianten des etwa 4,70 Meter langen EV6 ab etwa 45 000 Euro starten, für die Top-Ausführungen sollen Tarife deutlich über 60 000 Euro angepeilt werden. Eingesetzt wird zudem das Rimac-Ladesystem, an dessen Hersteller der VW-Konzern über Porsche mit 24 Prozent beteiligt ist. Das mit eindeutig verkürzten Prozesszeiten arbeitende Ladesystem wird auch beim Porsche Taycan verwendet. Im dauer-trendigen SUV-Design mit coupéartiger Anmutung fährt der Elektro-Crossover in drei elektrischen Antriebsformen vor. Er tritt gegen die Tesla-Modelle, weitere Versionen von Audi, BMW und  Mercedes sowie neue VW- und Porsche-Varianten an.

Mit der nun doch vielfältiger sprießenden europäischen Elektro-Elite stellt www.carsandcritics.de in den kommenden Wochen die neuen Antriebsgenerationen vor. Damit werden wir nicht in Begeisterung über diese politisch verordnete und durchaus fragwürdige Antriebsform ausbrechen. Doch das vielfältiger talentierte E-Auto erscheint uns aufgrund technischer und gesellschaftlicher Entwicklungen als unvermeidlich. Aber unsere Freude am Auto delektiert sich weiter an Eigenschaften, die nicht auf elefantösen Batterien und unfassbaren PS-Leistungen gründen. Leichtigkeit und Pfiffigkeit sind für das intelligent-humanbestimmte Fahren gefragt und nicht der Transport von prestigeträchtigen Kolossen. Denn es gewinnt die E-Mobilität an Fahrt, und das geht auch nicht an www.carsandcritics.de vorüber. Und die Frage nach den charakterlichen Unterscheidungsmerkmalen der künftigen E-Autos wird immer drängender.

Erste technische Daten verlautbaren die Powerdaten der neuen Auto-Generationen: Auf der neuen Kia-Elektro-Plattform arbeitet ein Heckmotor oder die Kombination aus Front- und Heckmotor, es gibt 2WD- oder 4-WD-Vortrieb, zwei Batteriegrößen mit 58,0-kWh oder 77,4 kWh sorgen für Antriebskräfte von 173 kW/239 kW/430 kW in Verbindung mit Drehmomenten von 605 Nm für die beiden schwächeren Versionen EV6 und EV6 GT Line sowie von 740 Nm für die Spitzenvariante EV6 GT. Nach Kia-Angaben kommt die GT-Version aus dem Stand in 3,5 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine für E-Gefährte noch recht seltene Spitzengeschwindigkeit (mit 585 PS!) von 260 km/h. Allerdings teilt Kia mit, beide Fahrleistungs-Werte seien „vorläufige Entwicklungsziele“. Was etlichen anderen E-Mobilen nicht erlaubt ist: Anhängelast von bis zu 1,6 Tonnen sei erlaubt, heißt es. Aufgrund der möglichen Ladeleistungen von 400 und 800 Volt wird laut Kia bei 800-Volt-Schnellladen eine Zeit von 18 Minuten für  das Auffüllen der Batteriekapazität von zehn auf achtzig Prozent notiert. In weniger als viereinhalb Minuten soll der EV6 elektrische Energie für 100 Kilometer bunkern. Etliche Assistenten kümmern sich um Sicherheit und Komfort, dazu gehören ein Autobahn-System und das ferngesteuerte Parken. Für das Design zeichnet Karim Habib, uns noch von BMW als aufsteigender Formenmacher in Erinnerung, bei Kia trifft er jetzt als Senior Vice President und Chefdesigner die Entscheidungen. (wp./Foto Kia/Aktualisiert am 2. April)

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Harry Niemann: „Paul Daimler. König des Kompressors“

Keiner kennt sich bei den historischen Daimlers und mit deren Meriten bei der Motoren- und Fahrzeug-Entwicklung besser aus: Harry Niemann, ehemaliger Leiter der Archive und Sammlung der Daimler AG schöpfte jetzt aus diesem Wissen tief für ein neues Buch. Es geht natürlich um hochkarätig Historisches, und um ein Mitglied des Daimler-Clans. „Paul Daimler. König des Kompressors“, erschienen im Motorbuch Verlag, konzipiert, geschrieben und gestaltet, wie Niemanns frühere Werke (also unglaublich sorgfältig, unterfüttert mit der Erfahrung des Historikers und lockend mit faktenreicher Lesbarkeit), wie zum Beispiel „Wilhelm Maybach. König der Konstrukteure“). Auf 272 Seiten mit etlichen Abbildungen und historischen oder neueren Fotografien erreichen die Jahre um den weithin unbekannten Paul Daimler und um seine bis in die Gegenwart reichenden Konstruktionen eine wunderbare Lebendigkeit. Paul Daimler, der älteste Sohn von Gottlieb Daimler, dessen Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) als Urzelle der heutigen Daimler AG gelten darf, war kein einfacher Charakter, aber ein genialer Maschinenversteher. Er erweckte zum Beispiel den Kompressormotor im Auto, war technischer Vorstand der DMG und entwickelte für Horch den ersten deutschen Achtzylinder. Harry Niemann fand Unterstützung für diese Biografie über einen fast vergessenen Konstrukteur bei dem Kompressorenthusiasten und Sammler Klaus Schildbach, der sich wiederum auf seine Frau Christel verlassen konnte. Mitgerissen von der Begeisterung für Leben und Werk von Paul Daimler waren seine Enkelin Beate Nagorsni und deren Mann Wolfgang. Den Einband gestaltete Harry Niemann IV, das Buch kostet 49,90 Euro. (wp.)